London 1.0 - Eine Gruppenausstellung




30.6.–1.9.2012



Sam Burford, Charlotte Hopkins Hall, David Jones, Liron Kroll, Paulina Otylie Surys, Rachel Pedder-Smith, Dolores de Sade




Junge Kunst der Metropolen: Londoner Künstler bilden den Auftakt einer neuen, fortlaufenden Ausstellungsreihe der Galerie Biesenbach.

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Was tut sich in den Kunststädten der Welt? Was treibt junge Maler, Bildhauer und Fotografen um? Welche Tendenzen gibt es? Diese Fragen bilden die Grundlage der langfristig angelegten Serie von Gruppenausstellungen, zu deren Start wir aufstrebende Künstler aus der britischen Hauptstadt präsentieren: London 1.0.

 

Nicht die Gemeinsamkeit ist das Leitmotiv, sondern die Vielfältigkeit der künstlerischen Positionen. In verschiedenen Medien arbeitend, verbindet die Künstler die Tatsache, dass sie in ein und derselben Stadt leben und arbeiten. Entdeckt auf renommierten Kunsthochschulen oder in jungen Galerien, vermitteln sie ein eklektisches Bild der Kunstszene ihrer Metropole.

 

Zukünftig wird die Galerie Biesenbach in loser Folge Einblicke in die aktuellen Strömungen und Entwicklungen verschiedener Kunstzentren der Welt geben. Neben London stehen mit Berlin, Paris und New York weitere wichtige Kunstmetropolen im Fokus der zyklischen Gruppenausstellungen. In Zusammenarbeit mit Kuratoren und Galerien entstehen spannende, interessante Möglichkeiten, andere Kunstwelten kennenzulernen und junge Künstler zu entdecken, die erstmals eine Plattform geboten bekommen, ihre Kunst in Köln und Deutschland zu präsentieren.

 

Sam Burford (*1970 in London, lebt und arbeitet in London) eignet sich mit einer selbstgebauten, technisch ausgefeilten Kamera ikonische Film- und Massenmedien an. Das Ergebnis – digitale Fotos und Objekte – sind eine Art simultanes Kino: Ein ganzer Film kann auf einen Blick und gleichzeitig überhaupt nicht betrachtet werden. Was bleibt, ist eine Spur von Bewegung, Licht, Farbe und Erinnerung.

 

Ausgehend von selbstgemachten Fotos und Schnappschüssen zeigt die realistische, fein-detaillierte Malereivon Charlotte Hopkins Hall (*1979 in Genf, lebt und arbeitet in London) intime, äußerst persönliche Portraits ihrer Freunde und Bekannten. In ihren Bildern sucht die Künstlerin scheinbare Widersprüche und Absurditäten ihres Umfeldes zu verstehen und die komplexe Psychologie eines jeden Individuums zu hinterfragen.

 

Im vergangenen April präsentierte David Jones (*1980 in London, lebt und arbeitet in London) erfolgreich seine erste Einzelausstellung mit farbintensiven Gemälden auf Aluminiumplatten in der Galerie. In London 1.0 präsentiert er delikate Arbeiten auf Papier, in denen er die feinen Tuschezeichnungen seiner Aluminiumbilder aufgreift und abstrakte, phantastische Welten schafft, die den Betrachter förmlich ins Bildinnere ziehen.

 

Liron Kroll (*1980 in Tel-Aviv, lebt und arbeitet in London) studierte am Londoner Royal College of Art. Ihre Arbeit siedelt sich an zwischen Fotografie und Animation, die Ergebnisse sind surreal anmutende Fotocollagen und Filmmontagen, die das Illusorische alltäglicher Normalität untersuchen. In der Ausstellung präsentiert die Multimedia-Künstlerin neben einigen digitalen Fotografien auch einen Film, der seine Kraft aus der Spannung und Dissonanz ebensolcher erfundener Realitäten zieht.

 

Angesiedelt zwischen Mode und Kunst, arbeitet Paulina Otylie Surys (*1979 in Leszno, Polen, lebt und arbeitet in London) vornehmlich als Fotografin. Ihre barocken, detailreich in Szene gesetzten Motive erhalten ihren letzten Schliff, indem die Künstlerin die kleinformatigen Originale minutiös mit Pinsel und Farbe ausschmückt. Die Arbeiten erinnern an alte, handkolorierte Fotografien und sind in ihrer Thematik doch ungemein modern.

 

In ungewöhnlichen und einzigartigen Aquarell-Kompositionen illustriert Rachel Pedder-Smith (*1975 in Stirling, Schottland, lebt und arbeitet in London) getrocknete, gepresste Pflanzen- und Tierexemplare. Ihre Inspiration findet die Künstlerin in den weltgrößten botanischen Gärten von Kew und Wakehurst. Die oftmals kleinen Formate mit extrem feinen Details vereinen Kunst und Wissenschaft auf faszinierende Weise.

 

Dolores de Sade (*1971 in London, lebt und arbeitet in London) ist ebenfalls eine Abgängerin des renommierten Royal College of Art. In ihren Radierungen stellt die Künstlerin größtenteils menschenleere Landschaften dar. Für das Erzählerische in ihren Arbeiten, die Sujets wie Erinnerung, Nostalgie und Mythos behandeln, inspiriert sich die Künstlerin an Buch- und Zeitungsillustrationen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.




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Charlotte Hopkins Hall <br> Broken, 2012 <br> Acryl auf Leinwand, 160 x 160 cm [4-teilig] (Privatsammlung)
Charlotte Hopkins Hall
Broken, 2012
Acryl auf Leinwand, 160 x 160 cm [4-teilig] (Privatsammlung)
Charlotte Hopkins Hall <br> Oh Britannia, 2012 <br> Acryl auf Leinwand, 150 x 100 cm
Charlotte Hopkins Hall
Oh Britannia, 2012
Acryl auf Leinwand, 150 x 100 cm
London 1.0 <br> 2012 <br> Ausstellungsansicht
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Dolores de Sade <br> B1147, Shepton Cross, 2012 <br> Radierung, 23 x 16 cm (Privatsammlung)
Dolores de Sade
B1147, Shepton Cross, 2012
Radierung, 23 x 16 cm (Privatsammlung)
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David Jones <br> o.T., 2012 <br> Tusche auf Papier, 41,6 x 40,6 cm [gerahmt] (Privatsammlung)
David Jones
o.T., 2012
Tusche auf Papier, 41,6 x 40,6 cm [gerahmt] (Privatsammlung)
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Rachel Pedder-Smith <br> Afzelia Quanzensis, 2010 <br> Aquarell auf Papier, 47 x 47 cm (gerahmt)
Rachel Pedder-Smith
Afzelia Quanzensis, 2010
Aquarell auf Papier, 47 x 47 cm (gerahmt)
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Liron Kroll <br> The Easter Parade (Details), 2010 <br> Photocollage, Giclee-Druck, je 58 x 45 cm (gerahmt)
Liron Kroll
The Easter Parade (Details), 2010
Photocollage, Giclee-Druck, je 58 x 45 cm (gerahmt)
London 1.0 <br> 2012 <br> Ausstellungsansicht
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Paulina Otylie Surys <br> Famine - The Third Seal of Apocalypse, 2012 <br> Silbergelatineabzug, handkoloriert, 48,5 x 61 cm (Privatsammlung)
Paulina Otylie Surys
Famine - The Third Seal of Apocalypse, 2012
Silbergelatineabzug, handkoloriert, 48,5 x 61 cm (Privatsammlung)
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Sam Burford <br> All Those Moments Lost in Time, 2010 <br> Leuchtkasten, 115 x 57 cm
Sam Burford
All Those Moments Lost in Time, 2010
Leuchtkasten, 115 x 57 cm