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BERGERNISSEN JANG LIMMER LUDEWIG

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Seit April 2020 bietet unser Open Call ART MATTERS Künstler*innen zwei- bis dreimal im Jahr die Möglichkeit, sich für eine Online-Ausstellung bei uns zu bewerben. Aus allen Bewerbungen wählen wir neun Finalist*innen aus, die wir zwei Wochen lang auf unserer Website und auf Instagram vorstellen. Am Ende der Ausstellung küren wir zwei Gewinner*innen unseres Online-Wettbewerbs und laden sie ein, an einer physischen Gruppenausstellung in unseren Galerieräumen teilzunehmen. BERGERNISSEN (Alisa Berger/Lena Ditte Nissen), Hyein Jang, Jakob Limmer und Gabriele Ludewig sind die Gewinner unserer ART MATTERS-Ausgaben 12 und 13.

BERGERNISSEN alias Alisa Berger (*1987 in Machatschkala) und Lena Ditte Nissen (*1987 in München) haben beide 2016 ihr Studium an der Kunsthochschule für Medien in Köln abgeschlossen. Sie haben ihre Installationen und Performances weltweit an einer Vielzahl von Orten präsentiert, darunter im Museo del Banco de la Republica, KAI10 | Arthena Foundation, Kunstverein Heidelberg und Bangkok Arts and Culture Center. BERGERNISSEN arbeiten im Bereich Performance, Happening und Installation.
„Das Material unserer Arbeit sind Gruppenprozesse, kollektiv erlebte Realitäten und unsere Beziehung zu kulturellen Institutionen. Das illusionistische Potenzial von Film und Kino ist eine Inspirationsquelle für die Entwicklung unserer Performances und Happenings, die Realitäten simulieren. An dem Wendepunkt, an dem die Vernunft die Illusion zerstören könnte, wird die Täuschung so weit gefestigt, dass sie unzerstörbar erscheint, während gleichzeitig die Illusion genau an den Stellen fragil wirkt, an denen sie konsistent und selbstverständlich erscheinen sollte.Durch ritualisierte Handlungen oder wissenschaftliche Forschung und in Zusammenarbeit mit Protagonisten, Objekten und institutionellen Strukturen schaffen wir Situationen, die die künstlichen Verbindungen zwischen Wissenschaft, Kunst, Spiritualität und Politik beleuchten. Der Betrachter kann eingreifen oder sich zurückziehen. Diese Erforschung illusorischer Grenzen und ihrer Überschreitung entfaltet ihre Kraft durch Happening und Performance und dringt von dort aus in die Realität des Betrachters ein.“ bergernissen.com / alisabergermun.com / lenadittenissen.com

Hyein Jang (*1993 in Gyeryong, Süd Korea) lebt und arbeitet in Würzburg. Sie studierte an der Kyonggi Universität in Suwon Süd Korea und an der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und absolvierte dort ihren Master bei Professor Daniel Roth.
„Unsere Emotionen werden in der Gesellschaft, in der wir leben, stark von unserer Umgebung und anderen Menschen beeinflusst. Sie sind ständig im Wandel, und dieser Wandel bewirkt auch Veränderungen in uns selbst. Das Ich der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft kann jeweils unterschiedlich sein. [...] Ich habe dies durch ‘stoffartige Schichten’ dargestellt. Im Laufe der Zeit können Emotionen in unserer Erinnerung verblassen, aber je mehr sich die Schichten überlagern, desto intensiver und deutlicher treten sie hervor. Diese Stoffschichten brechen dabei aus dem Rahmen der Leinwand aus und bewegen sich frei im Wind, was die Unvollkommenheit der Emotionen symbolisiert. Die Stoffe, die unterschiedliche Längen haben, bewegen sich durch den Wind, der von vorbeigehenden Menschen verursacht wird. Dies zeigt, wie Emotionen sich durch Beziehungen zu anderen verändern und beeinflusst werden. Mit dieser Darstellung habe ich die Unvollkommenheit der Emotionen und ihre Rekonstruktion visualisiert.“ Klicken Sie hier für weitere Informationen und verfügbare Werke.

Jakob Limmer (*1988 in Bamberg) studierte von 2016 bis 2020 Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Joachim Blank im Fachbereich Installation und Raum. Zuvor studierte er Sounddesign an der Fachhochschule Salzburg im Studiengang MultiMediaArt. Jakob Limmer untersucht in seiner künstlerischen Praxis, wie Autorität und Struktur den Körper und sein Verhalten prägen und wie unter diesen Bedingungen auf subtile Weise Widerstand und Transformation entstehen können. Seine Arbeiten zeichnen sich durch das Zusammenspiel kontrastierender Materialwelten aus: Weiche, taktile Substanzen treffen auf starre, unnachgiebige Strukturen. Aus dieser Begegnung entstehen Objekte, die eine Spannung zwischen Unterwerfung und Trotz, Kontrolle und Durchlässigkeit offenbaren. [...] Im Kern untersucht sein Werk das Konzept der Handlungsfähigkeit – verstanden als fragiles Konstrukt, das einer ständigen Neuverhandlung bedarf. Es lädt die Betrachter in einen Raum ein, in dem Kontrolle, Routine und Ordnung demontiert und transformiert werden, und regt zum Umdenken über die Systeme an, in denen wir leben. Klicken Sie hier für weitere Informationen und verfügbare Werke.

Gabriele Ludewig (*1956 in Hildesheim, lebt und arbeitet in Berlin) studierte von 1981-88 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) bei Ulrich Rückriem, Klaus Bendixen und Franz die Künstlerin Plastiken kondensierter Energie. Fein ausbalancierte Wölbungen intensiver Farbigkeit fügen sich zu comicartigen Figuren, die Freude und Lebendigkeit ausstrahlen. Die getürmten Formen und Farben übertragen das Prinzip von Formulierung und Antwort im malerischen Prozess auf die Plastik. Die Balloons sind zugleich konkret und Inspiration für Imaginationen, die aus ihnen eine Gesellschaft eigenwilliger Charaktere machen. Klicken Sie hier für weitere Informationen und verfügbare Werke.

 

5.12.2025 – 17.1.2026

Vernissage
Freitag 5. Dezember
18 – 21h
Drinks & Talks

Gesonderte Öffnungszeiten
Samstag 10. Januar
16-18h
Neujahrs-Umtrunk

Öffnungszeiten
Mi – Fr   12 – 18h
Sa   12 – 16h
und nach Vereinbarung

 

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