Rosa Helene Weiland

lebt und arbeitet/studiert in Düsseldorf

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Meine Arbeitsweise beginnt mit dem Entdecken von Materialien die durch Zufall in mein Blickfeld geraten und durch eine bewusste Entscheidung, in die Arbeit aufgenommen werden. In der Regel handelt es sich dabei um verschiedene Stoffe die eine Geschichte erzählen oder aussortierte Reste älterer Arbeiten.

Zum Teil bearbeite oder bewahre ich sie über einen langen Zeitraum auf, bis sie in den Arbeitsprozess einbezogen werden. Was mich daran interessiert, ist das Wiederaufnehmen von bereits verworfenem und das Gefühl von einer Verbindung unterschiedlicher Perioden.

Durch meine “haptische Malerei“ die, in der Kombination aus Farbe und gewachstem Ledergarn, verschieden schwere und dicke Stoffe bearbeiten und somit zu Einem werden lassen kann, entsteht in der neuen Arbeit ein Moment des zusammen Wachsens und sich Ausbreitens.
Mich reizt dabei die Möglichkeit verschiedene Untergründe mit unterschiedlichen Ausdrücken, durch einen gemeinsamen Rhythmus zusammenzuhalten.

Bei dieser Arbeit fungiere ich hauptsachlich als Helferin für das Zusammenwachsen der Arbeit indem ich das Ledergran durch die Stoffe fressen lassen.
Die malerischen Momente, die mit vernäht werden, sind zum Teil spontan auf der Arbeit oder in einem Moment entstanden, der nicht explizit dafür in die Wege geleitet wurde. Dadurch wachsen bewusste Entscheidungen und unbewusste Fügungen natürlich zusammen.

Diese Prozesse, die an sich simple, immer wiederkehrende Abläufe und Wiederholungen sind, erfüllen einen Zweck und haben gleichzeitig eine ermüdende Sinnlosigkeit an sich. Gerade wegen dieser beharrliche Wiederholung und der damit beanspruchten Zeit, entsteht ein Ausdruck in der Arbeit den ich sehr interessant finde.

Sie bekommt eine Schwere die gleichzeitig der Einfachheit der Entscheidung, der Arbeitsweise, gegenübersteht.

Im Bezug auf meine künstlerische Arbeit interessiere ich mich für ein natürliches System, das in seiner Funktionalität zu jedem Moment, mit jedem von außen einwirkenden Faktor verbunden ist. Mich fasziniert in diesem Zusammenhang, wie aufschlussreich und logisch beispielsweise ein Quadratmeter Waldboden sein kann. Alles was man in dem Moment sieht ist ein Ergebnis eines großen und vieler kleinen Kreisläufe, die einen in sich schlüssigen Ablauf haben und der in Verbindung mit von Außen auftretenden Einwirkungen stehen.
Das Ergebnis ist dabei berührend und einfach zugleich. Das Reizvolle daran ist das unaufgeregte Ergebnis eines Zyklusses, dessen Zweck es nicht ist Ästhetik zu erschaffen, sondern in stoischer Beständigkeit voranzuschreiten und die beteiligte Faktoren wie Zahnräder ineinander greifen zu lassen.

Überlagerungen und die Verknüpfungen verschiedener Zustände, eine Gegenüberstellung von Schwere und Leichtigkeit, verschiedenen Tempi, ist es was in meiner Arbeit immer mehr in den Vordergrund gerät. Statt die Dinge einzeln festzuhalten finde ich es sinnvoller Verbindungen zu schaffen und dabei überraschende Übereinstimmungen und Kontraste zu entdecken. Dabei wird den piktural dargestellten Vorstellungen und für sich sprechenden, alltäglichen Materialien gleichermassen Raum gegeben.

   

Biographie

1996
geboren in Düsseldorf
2014
Abitur
2014-15
Jahrespraktikum Bühnenmalerei und Bühnenplastik, Deutsche Oper am Rhein, Opernwerkstatt Düsseldorf/Duisburg
2015-19
Studium Kommunikationsdesign, Bachelor of Arts`19 Peter Behrens School of Arts, HSD
2016-17
Studienschwerpunkt Malerei bei Prof. Ton Van der Laaken
2017-19
Studienschwerpunkt freie Kunst bei Stephan Kaluza
2019-20
Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Orientierungsbereich
seit 2020
Studium bei Professorin Sabrina Fritsch
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Ausgewählte Gruppenausstellungen

2022 D.8CHT, Galerie Biesenbach, Köln
Rundgang, Kunstakademie Düsseldorf
2021
Rundgang, Kunstakademie Düsseldorf
Temporärer Offspace, Gerresheimer Straße 100, Düsseldorf
Sittart Verein der Düsseldorfer Künstler/innen, Düsseldorf
2019
Kunstverein Oberhausen, Kunstsommer 2019, Oberhausen

   

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