Ji Eun Lee

lebt und arbeitet in Hamburg

Über das Werk von Ji Eun Lee ... mehr >

Klassik und Moderne in einem einfarbigen Werk zu vereinen, dass seinen Ausdruck hauptsächlich durch die Wiederholungen von gestempelten Strukturen gewinnt, ist kein einfaches Unterfangen. Lee gelingt diese symbiotische Kombination aus Gegensätzen so gut wie selten einer jungen Künstlerin. Es mag an der Lebensgeschichte der Koreanerin liegen, die zur Förderung ihrer künstlerischen Fähigkeiten ihr Leben in Asien hinter sich ließ um zuerst in Bremen und dann in Düsseldorf ihr Kunststudium zu vertiefen.

Alles in Allem kann es dem Betrachter gleich sein, woraus dieses Spiel aus Gegensätzen, aus Symmetrie und Unregelmässigkeit, aus unzähligen Wiederholungen und Unterbrechungen derselbigen entsteht, denn die endgültigen Werke sprechen für sich. Häufig kombiniert die Künstlerin dabei geschickt die Vorzüge des plastischen Arbeitens mit denen hängender Werke. Diese produziert sie aus Ton, Harz oder Naturmaterialien, die sie in klarer Form und Anordnung miteinander verb. Dabei geht es ihr nicht nur um das entstehende Produkt, sondern auch um die Freiräume, die bei ihren Werken entstehen und entweder weiter bearbeitet werden oder bereits leer ihre Aussagekraft besitzen.

Lees Arbeiten sprechen dabei von der Erfahrung mit der Wiederholung von Arbeitsschritten, mit der gleichsamen Anordnung von Materialien, Aussparungen und Linien, die von der menschlichen Hand und ihrer Unregularität leben. So erzählen die Werke Lees von einer Welt, die trotz des Versuches ihre Bestandteile in Normen zu pressen, immer von unvorhergesehenen und nicht beeinflussbaren Faktoren bestimmt ist und so erst ihr wahres Gesicht entwickelt. Dieses Gesicht ist in jedem Fall eine nähere Betrachtung wert.

– MARCO ALBER, KÖLN


Biographie

1984 geboren in Seoul
2009 BA & MA Skulptur, Kookmin Universität, Südkorea
2011 1. Preis, Hochschulpreis, Hochschule für Künste Bremen
2014 Grand Prix, Poster concept and inspiration, Pathfinder Award, Südkorea
2015 DAAD Matching Fund Scholarship, Bremen
Studium Freie Kunst, Hochschule für Künste Bremen
2016 Featured Works, Zucker Art Collection, Budapest
Raum-Preis, Klasse Hörnschemeyer, Kunstakademie Düsseldorf
2017 Ernennung zur Meisterschülerin von Prof. Hörnschemeyer, Kunstakademie Düsseldorf
Abschluss des Studiums mit dem Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf
Nominiert für den Bloom Award by Warsteiner
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Ausgewählte Einzel- und Gruppenausstellungen

2018
Galerie Biesenbach, Köln (G)
Kunstforum Düsseldorf (G)
Galerie Biesenbach, Köln (G)
2017 Galerie Biesenbach, Köln (G)
Enter Art Foundation, Berlin (G)
Kunstpalast Düsseldorf (G)
2016 Hogan Lovells Preis, Hogan Lovells International LLP, Düsseldorf (G)
Boui Boui Bilk, Düsseldorf (G)
2015 Alternative Space Noon, Suwon, Südkorea (E)
LOT-Lack of Transmission, Detroit und Toronto (G)
2014 Immigration Office, Bremen (E)
Gesellschaft für Aktuelle Kunst Bremen (G)
Zeitraumexit, Mannheim (G)
Galerie Flut, Bremen (G)
2013 Artdocks, Bremen (G)
Hutchins Gallery, Brookville, New York (G)
Städische Galerie, Bremen (G)
OMS Art Gallery, New York (G)
2011 GaDeWe, Bremen (G)
2009 Artspace Hyun, Seoul (E)
GongPyung Art Center, Seoul (G)
Kookmin Art Gallery, Seoul (G)
2008 Gallery Ho, Seoul (G)
ASYAAF, Old Main Trainstation, Seoul (G)
sfx sound art festival 2008 Seoul Radio, Seoul (G)
Grau Gallery, Seoul (G)
2007 Alternative Space Miccle, Seoul (G)
Gallery Young, Seoul (G)

    

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